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Berlin 23:36 - Tehran 01:06 - Los Angeles 14:36 Montag, 01.12.2008
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EIN POET, WISSENSCHAFTLER UND PHILOSOPH
Omar Khayyam
imgAm 18. Mai 1048 wurde Omar Khayyam in Nischapur, Provinz Khorasan, geboren (verstorben am 4. Dez. 1131). Er war ein iranischer Mathematiker und Astronom, ebenso ein angesehener Philosoph und Dichter. In seinen zum Teil erst nach seinem Tode veröffentlichen philosophischen Versen trat er für die allumfassende Gültigkeit der Naturgesetze ein und stellte Auferstehung und ewiges Leben in Frage.

Er fand die Lösung kubischer Gleichungen und ihrer Wurzeln durch die geometrische Darstellung. Seinen Weg setzte erst Jahrhunderte später Descartes fort. Khayyam befasste sich vor allem auch mit der Parallele und den irrationalen Zahlen. Er schuf ebenso ein lange Zeit vorherrschendes Werk der Algebra. Der von ihm erstellte Sonnenkalender war genauer als der 500 Jahre später entstandene Gregorianische Kalender. Der moderne iranische Kalender beruht auf den Berechnungen Khayyams. Als Wissenschaftler, stellte er alles zunächst einmal in Frage. Er war Skeptiker und misstraute der Fähigkeit des Menschen, irgendetwas zu wissen. Weil das Leben vergänglich ist, fand er es am Besten, jeden Augenblick zu genießen. Wegen seiner Philosophie hatte Omar Schwierigkeiten mit den religiösen Autoritäten - nicht nur, weil er den Wein besang. Seine Ansichten wichen vielfach von den offiziellen islamischen Dogmen ab. Das galt insbesondere in der Frage von Paradies und Hölle und des Weiterlebens im Jenseits. In seinen Gedichten hinterfragte er diese Dogmen mit viel Witz. Dennoch ging er auch auf Pilgerfahrt nach Mekka.

Zitat:

„Alles, was du von uns sagst, sagst du aus Hass!
Ständig nennst du uns Ketzer ohne Religion.
Nur ich selbst steh' dafür ein, was ich bin!
Nun sei gerecht: steht es dir zu, dass du es sagst?"


__________________________________________________________
Quelle: hpd
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Veröffentlicht:
Freitag, 18.05.2007 , 12:04 Uhr
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