AMMAN, 02. Juli (RIA Novosti). Jordaniens Außenministerium hat am Dienstagabend die Ausweisung des interimistischen Geschäftsträgers Irans in Amman beschlossen. Es handelt sich dabei um eine Antwort auf die Ausweisung des jordanischen Botschafters in Teheran.
Das erfuhr RIA Novosti vom jordanischen Außenamt.
Mit ihrem Beschluss hatten die iranischen Behörden auf die Teilnahme einer jordanischen Parlamentsdelegation an einer Konferenz der iranischen Opposition in Paris reagiert.
Der jordanischen Delegation gehörten Vizeparlamentschef Mamduh al Abadi sowie sechs weitere Abgeordnete und rund 25 jordanische Politiker sowie Journalisten an.
Darauf richtete Jordaniens Außenministerium eine Erklärung an den interimistischen Geschäftsträger Irans, laut der die Teilnahme der Abgeordneten an diesem Treffen nicht die offizielle jordanische Position widerspiegelt. "Sie waren selbständig und aus eigenen Überlegungen zu dieser Konferenz gefahren", hieß es.
"Jordanien unterhält natürliche und gute Beziehungen mit allen Staaten, darunter auch mit Iran, die jordanische Außenpolitik basiert auf den Verzicht auf die Zusammenarbeit mit Parteien und Organisationen, die nicht anerkannt sind bzw. in einen Konflikt mit offiziellen Behörden verwickelt sind", stellte ein Sprecher des jordanischen Außenministeriums in einem RIA-Novosti-Gespräch fest.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti