Berliner Ausstellung über Genderfragen in Iran: Die Kunstwerke sind in der Wahl ihres Mediums wie in ihrer Auseinandersetzung mit den Rollen von Frauen und Männern vielfältig und kontrovers.
Dreizehn der fünfzehn Baby-Skulpturen, die auf kleinen Nagelbrettern liegen, sind glatt poliert. Ihre goldfarbene, rote, blaue, weiße und schwarze Haut glänzt, die kleinen geschlechtslosen Körper wirken unberührt. Nur an der Spitze des Dreiecks liegt eins aus Lehm, eins aus zerbrochener Terrakotta: Der gesellschaftliche Druck zerstört den Einzelnen, auch in seiner ursprünglich freien Geschlechteridentität. So könnte die wenig optimistische Botschaft der Installation „Creche“ der iranischen Künstlerin Bita Fayyazi lauten. Sie gehört zu den Künstlern der Ausstellung „Naqsh – Einblicke in Gender und Rollenbilder in Iran“ im Museum für Islamische Kunst Berlin.
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