
Frankfurt am Main (kobinet) Vor 50 Jahren, am 3. September 1958, ist Keyvan Dahesch im Alter von 16 Jahren nach Deutschland gekommen, da seine Eltern sich hier Heilungschancen für ihn erhofften. Auch wenn sich dies sich nicht erfüllt hat: Der blinde Journalist hat einen beeindruckenden Lebensweg genommen. Heute setzt er sich gemeinsam mit seiner Frau für behinderte Menschen ein.
Das Wohnzimmer von Keyvan Dahesch und seiner Frau Anni ist ein typisch deutsches, so wie man es von vielen anderen Menschen in ihrem Alter kennt. Eine gediegene Schrankwand, eine Polstergarnitur in dezentem Naturton, hübsche Kleinigkeiten, Vasen und Figürchen, verteilt im Zimmer. Doch schaut man sich genauer um, bemerkt man auch die vielen bunt geknüpften Perserteppiche, die Parkettboden und Wände der Wohnung im Frankfurter Stadtteil Bonames schmücken. In den Wandablagen reiht sich Kunsthandwerk aus dem Iran, kunstvolle Intarsienschatullen, kleine filigrane Gemälde, orientalische Schälchen.
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