
Familie Lafavi flüchtete aus dem Iran. Seit drei Jahren versucht sie nun, den Alltag in der Gemeinschaftsunterkunft in Gehlberg zu meistern. Die Sonne leistet ganze Arbeit an diesem Donnerstag im Hochsommer 2008. Die Luft ist schwer und feucht. Schon bei der kleinsten Bewegung kleben die Kleider am Leib. Hier, wo der Thüringer Wald am dichtesten und am steilsten ist, wandert Familie Lafavi in den Vormittag. Papa Ebrahim hat den Rucksack geschultert. Zwei Flaschen mit Wasser gut darin verstaut. Im Gänsemarsch geht es von Gehlberg (Ilmkreis) hinunter ins Tal, immer die schmale Straße Richtung Gräfenroda entlang.
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