Wer im Iran seine Meinung offen sagt, muss das Regime fürchten. Die Mullahs wollen die Strafen noch verschärfen, warnt Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi im FTD-Interview - und kritisiert das Desinteresse im Westen. Viele iranische Internetaktivisten könnte ihr Engagement bald das Leben kosten. Die iranische Anwältin und Menschenrechtlerin Schirin Ebadi warnt vor drastischen Plänen der Regierung gegen die Verbreitung unliebsamer Inhalte - neben Pornografie auch alles, was "gegen die Religion" gerichtet ist. "Das Schlimmste ist ein Gesetz, das derzeit im Madschlis liegt", sagte Ebadi im FTD-Interview in Teheran. "Wenn es verabschiedet wird, droht den Verantwortlichen solcher Websites die Exekution." Das Gesetz wurde vom konservativ dominierten Parlament - dem Madschlis - als Entwurf bereits angenommen.
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