
MOSKAU, 27. August (RIA Novosti). Mit ihrer Provokation in Georgien haben die USA und andere Nato-Staaten einen Angriff auf Iran geprobt.
Das vermutet der Präsident der russischen Akademie für geopolitische Probleme, Leonid Iwaschow, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.
Ein großer Konflikt stehe bevor. "In den USA und Nato-Staaten laufen Vorbereitungen von strategischem Ausmaß", führte der Experte aus. "Die Operation, die der Westen in Georgien gegen Russland durchführte, war eine Probe für den Angriff auf Iran."
Eines der Ziele dieses "geopolitischen Coups" war es, Russlands Einfluss in der Weltarena zu beschneiden.
Die Gefahr eines Iran-Krieges ist laut Iwaschow extrem hoch. Als Folge werde die Region in Chaos und Stabilität versinken, was das Ziel der amerikanischen Politik sei.
Das "alte Europa" sei im Gegensatz zu den USA nicht an einem Krieg gegen Iran interessiert und könne in diesem Sinne zu Russlands Verbündeten gezählt werden, sagte der Experte. Auch China, Indien und Schwellenländer in Südamerika lehnen einen Iran-Krieg ebenfalls ab, doch diese seien nicht organisiert und haben keinen Einfluss auf Weltprozesse.
In der Nacht zum 8. August war die georgische Armee, die in den vergangenen Jahren von den USA und anderen Nato-Staaten ausgebildet und ausgerüstet worden war, in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und nahmen deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss. Nach den jüngsten südossetischen Angaben wurden dabei 2100 Menschen getötet, mehr als 30 000 mussten nach Russland fliehen.
Zum Schutz der Südosseten, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft besitzen, schickte Russland rund 10 000 Soldaten in die Region, um die georgischen Einheiten aus Südossetien zu drängen. Die Nato solidarisierte sich mit Georgien.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti