
DUSCHANBE, 28. August (RIA Novosti). Die Präsenz der Nato-Kräfte in Afghanistan hat nicht zur Sicherheit in dieser Region beigetragen. Diese Meinung äußerte Irans Präsident Machmud Ahmadinedschad am Donnerstag beim Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Duschanbe.
„Die Präsenz der Nato-Kräfte hat nicht nur nicht zur Gewährleistung der Sicherheit beigetragen, sondern auch dazu geführt, dass unschuldige Menschen in Afghanistan durch Bombenangriffe dieser Kräfte ums Leben kommen“, stellte er fest. „Vor kurzem sind mehr als 100 afghanische Kinder und Frauen in einem Dorf bei einem barbarischen Angriff ums Leben gekommen. Die Gruppierungen aber, die die Nato-Ziele sind, konnten dabei zugleich ihre Präsenz erweitern.“
„Einige Länder des Westens rufen bestimmte politische Kräfte und Staaten dazu auf, sich Militärverträgen anzuschließen, und schaden damit der Integration der Region“, betonte Ahmadinedschad. „Damit schüren sie Spannungen zwischen Nachbarländern.“
Auf diese Weise schaffen sich diese westlichen Mächte einerseits eine Basis für ihren politischen und militärischen Einfluss, andererseits „behindern sie die Entwicklung der Region“.
Zur Lage im Irak sagte Ahmadinedschad: „Die Krise im Irak dauert an, und dieses Land wird weiterhin okkupiert.“
Bisher wurden auch keine generellen adäquaten Schritte zum Kampf gegen den Drogenhandel unternommen. „Der blinde Extremismus und der Terrorismus sind ebenfalls ein Problem, dass das Leben der Völker gefährdet“, betonte der iranische Präsident.
Mit freundlicher Genehmigung von RIA Novosti