In einer Zeit, da das iranische Staatsoberhaupt wiederholt in aller Öffentlichkeit die Vernichtung Israels beschwört oder notorische Holocaust-Leugner zu einer «wissenschaftlichen» Konferenz über die Judenvernichtung nach Teheran lädt, liegt die Vermutung nicht eben nahe, dass ausgerechnet in Iran die nach Israel zweitgrösste jüdische Gemeinde im Nahen Osten lebt – und dies trotz der Tatsache, dass sie seit der Islamischen Revolution um drei Viertel, nämlich von rund 100 000 auf etwa 25 000, geschrumpft ist. Nach Dalia Sofers 2007 auf Deutsch erschienenem Roman «Die September von Schiras» thematisieren nun erneut zwei Bücher Schicksale iranischer Juden. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Gattung, was sie jedoch verbindet, ist die von weiblicher Erfahrung dominierte Perspektive.
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